Radio-Onkologie ist die wissenschaftliche Bezeichnung für die Erforschung und die Behandlung von Tumorkrankheiten mit Strahlung.

Tumorzellen vermehren sich unkontrolliert und schnell. Weil sie so schnell wachsen, reagieren sie viel empfindlicher auf Strahlung als gesunde Zellen. So ist es möglich, Tumorzellen an ihrer weiteren Teilung zu hindern und damit das Wachsen des Tumors zu verhindern.

Abhängig von den Zellen und den Organen, in denen die Krankheiten entstehen, gibt es eine grosse Anzahl ganz unterschiedlicher Tumorerkrankungen. Deren Behandlung ist deshalb ebenfalls sehr verschieden. Dies gilt sogar für Erkrankungen im gleichen Organ, somit sind bekannte Krankheitsverläufe bestimmter Diagnosen nicht auf andere Erkrankungen übertragbar. Jede spezifische Erkrankung hat ihren eigenen Verlauf. Grundsätzlich gilt, dass bei der Tumorbehandlung die Therapieart gewählt wird, welche die beste Aussicht auf Heilung bzw. Linderung hat.

Die Strahlung dringt in gleicher Weise in gesunde wie auch kranke Zellen und Gewebe ein. Die gesunden Zellen haben aber die Fähigkeit, sich zu erholen. Weil dies Zeit braucht, wird eine Strahlentherapie auf viele Sitzungen bzw. Fraktionen verteilt. Für den Patienten heisst das, dass er über die ganze Strahlentherapie hinweg jeden Tag (ausser Samstag und Sonntag) zu uns in das Institut kommen muss.